Systemische Familienaufstellungen / Strukturaufstellungen

Diese lösungsorientierten Therapieansätze sind effiziente Formen moderner Kurzzeittherapie, von Bert Hellinger entwickelt. Sie befassen sich vor allem mit unbewussten Verstrickungen des Einzelnen im System seiner Herkunftsfamilie, welche dem Betroffenen in vielen Lebensbereichen hemmen können. Diesen Methoden liegt eine Generationsübergreifende Sichtweise von Problementstehung zugrunde. Manche Probleme entstehen durch „Verstrickungen“  in der Herkunftsfamilie durch negative Identifikation mit bestimmten Personen. Die hieraus entstehenden inneren Bilder können lebenshemmend und krankmachend wirken. Mit Hilfe von Stellvertretern in einer Gruppe werden diese negativen Dynamiken sichtbar gemacht und ein neuer und heilsamer Platz im System kann gefunden werden. Dadurch werden positive Bindungen und Beziehungen auf dem Boden von Achtung, Respekt und Liebe wieder möglich. Erst hieraus entsteht dann die Freiheit zur Selbstbestimmung und zu verantwortlichem Handeln.

In systemischen Therapien und Aufstellungen werden oft metaphorische Techniken eingesetzt, insbesondere sogenannte Skulpturen. Dabei werden beispielsweise Familienmitglieder von einer Person derart im Raum aufgestellt, dass die Position und Haltung der Mitglieder ein Bild ihrer familiären Beziehung ergibt. In der konkreten Seminararbeit können mit Hilfe von Aufstellungen, solche Mechanismen einer Identifikation wie Stellvertretung und Nachfolge eines ausgegrenzten Familienmitgliedes erkannt und bewusst gemacht werden. Neue Lösungskonstellationen, in denen der Teilnehmer seinen ihm gemäßen Platz einnimmt, bieten die Basis für ein neues Selbstbild, auf dessen Grundlage ein verändertes Erleben und Verhalten erst möglich wird. Aufgelöste Verstrickungen bewirken das Freiwerden von neuen und heilenden Kräften, die den Blick auf neue und gangbarere Wege ermöglichen.

Anliegen in einer Aufstellungsgruppe können sich beziehen auf:

  • Einen guten Platz im System finden und mit Würde einnehmen
  • Anerkennung und Selbstbewusstsein in der Gegenwarts- und Herkunftsfamilie
  • Den richtigen Umgang mit Gefühlen in Beziehungen und Partnerschaft
  • Wege aus Schuld – Wut – Angst – Trauer und hemmenden Emotionen
  • Den Umgang mit schicksalhaften Ereignissen und Traumatisierungen
  • Wege aus Sucht, Abhängigkeit und krankmachenden Beziehungen
  • Umgang mit Schwierigkeiten bei Mobbing und Arbeitskonflikten
  • Umgang mit körperlicher Krankheit und Behinderung

Jede/r TeilnehmerIn solcher Gruppen hat die Möglichkeit durch eine Aufstellung Antworten und Lösungen zu finden, zu Fragen seiner Gegenwarts- und Herkunftsfamilie und anderer wichtiger Beziehungssysteme.  Siehe hierzu die Seite mit Gruppen- und Seminarangeboten.

 

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